Atomkrieg als Ursache für
den Untergang 2012?
Armageddon 2012 - Der Dritte
Weltkrieg
Wie realistisch ist ein solches
Szenario und könnte dies im Jahre 2012
tatsächlich zum Untergang unserer Zivilsation
führen?
Seit dem Ende des 2. Weltkrieges
sind mehr als 60 Jahre vergangen. Seither
gab es keinen weltumspannenden bewaffneten
Konflikt, obgleich die Welt während des
Kalten Krieges stetig drohte von dem Status
Quo in einen verheerenden militärischen
Konflikt abzugleiten. Auch diese Periode voller
Ungewissheit ist mit dem Fall des Eisernen
Vorhanges vorbei. Seither gab es viele positive
Zeichen des Friedens, etwa die Annäherung
der Ost-West Mächte und zahlreiche bi-
und multilaterale Abrüstungsvereinbarungen.
Zudem bauten sich neben den politischen auch
gesellschaftliche Ressentiments ab. Doch drohen
dem Frieden neue Gefahren? Könnte sich
dieses fragile Gut bereits im Jahr 2012 in
einen Krieg verwandelt haben, der das Ende
unserer Zivilisation markiert, wie es von
den Mayas
vorhergesagt wurde?
Um diese Frage zu beantworten,
ist es notwendig sich die drohenden Konfliktpotentiale
zu vergegenwärtigen. Nach Ende der bipolaren
Weltanschauung zwischen Ost und West trat
eine Regionalisierung der Sicherheitsprobleme
auf. Im Vordergrund stehen dabei innerstaatliche
Konflikte, die sich in regional begrenzten
Konflikten äußern. Ein Weltkrieg
als Resultat eines solchen Ereignisses ist
un- wahrscheinlich. Komplex wird die Situation
dann, wenn die Eskalation ausufert und immer
mehr Staaten ihre Interessen berührt
sehen.
Weltweite Krisenherde und konfliktgefährdete
Regionen
Grundsätzlich ist der Frieden
durch verschiedene Faktoren gefährdet.
Dazu gehören der Zerfall von staatlicher
Ordnung, humanitäre Katastrophen, die
Verbreitung von Waffen und nicht zuletzt der
Kampf um Energie, Rohstoffe, Nahrung und Wasser.
Jeder dieser Punkte birgt für sich die
Möglichkeit einen 3. Weltkrieg verursachen
zu können. Der Zerfall jeglicher staatlichen
Ordnung ist bereits in Afghanistan,
nach der Besetzung durch die terroristischen
Taliban, von statten gegangen. Hier kämpft
bereits ein multilaterales Staatenbündnis
seit Jahren gegen terroristische Strukturen.
Auch der Irak gilt
bislang keineswegs als stabilisiert. Zudem
trugen Terroristen, mit Anschlägen in
mehreren Ländern, zu einer allgemein
angespannten Sicherheitslage bei. Ein Flächenbrand
gilt in verschiedenen Szenarien nicht als
ausgeschlossen. Pakistan,
als Nuklearmacht, steht an der Schwelle zwischen
Stabilisierung und Verlust der staatlichen
Kontrolle. Sollten Al Qaida
und die Taliban dort die
Ordnung stürzen, wären die Folgen
schwer abzusehen. Dies betrifft zudem unmittelbar
das Verhältnis zu Indien,
ebenfalls eine Nuklearmacht. De facto befinden
sich die Staaten in einem Dauerkonflikt. Ein
offener Krieg zwischen den Ländern dürfte
die Gefahr eines Weltkrieges steigern.
Die Verbreitung beziehungsweise
Entwicklung von Waffen ist ein weiterer Faktor,
der einen Weltkrieg auslösen könnte.
Hier gelten derzeitig die umstrittenen Atomprogramme
von Nordkorea und dem
Iran als potenzielle Krisenherde
in der internationalen Politik. Es stellt
sich die Frage, ob es sich eine internationale
Staatengemeinschaft erlauben kann, dass zwei
Staaten, die offene Provokationen gegenüber
Israel beziehungsweise Japan und Südkorea
ausstoßen, ein Atom programm betreiben
dürfen. Sollte es hier einmal zu einem
Angriff kommen, würde automatisch der
NATO-Bündnisfall greifen. Ein Krieg wäre
in diesem Fall mehr als wahrscheinlich. Zudem
gilt es als sicher, dass auch Israel
über Atomwaffen verfügt, obwohl
dies bislang niemals öffentlich bestätigt
wurde.
Ergänzend besteht auch
die Gefahr, dass Länder wie Nordkorea
oder der Iran Atomwaffen an terroristische
Vereinigungen liefern, sofern sie diese zur
Verfügung haben. Welche fatalen Folgen
das haben könnte, wäre nicht auszudenken.
Hinzu kommen die neuen Konfliktherde, die
durch die Revulotionen in den arabischen Ländern
hervorgerufen werden könnten. Von freien
Wahlen, Demokratien, frei gewählten Diktaturen,
über Bürgerkriegen bis hin zu grenzüberschreitenden
Konflikten, ist hier alles möglich. Bleibt
zu hoffen, dass sich die Demokratie in diesen
Ländern endlich durchsetzt. Allzu große
Hoffnungen bestehen jedoch nicht, wenn es
nach westlichen Expertenmeinungen geht.
Als weitere Auslöser für
bewaffnete Konflikte dürften gerade in
Zukunft humanitäre Katastrophen und der
Kampf um Rohstoffe und Nahrung fungieren.
Im Zuge des Klimawandels wird es hunderttausende
Klimaflüchtlinge geben. Dürren,
Überschwemmungen und schwere Unwetter
werden ganze Landstriche verwüsten und
große Migrationsbewegungen auslösen.
Diese Faktoren potenzieren sich mit einer
immer schneller wachsenden Erdbevölkerung,
die nach immer mehr Ressourcen verlangt. Nicht
nur auf politischer Ebene birgt der Zugang
zu sauberem Wasser, zu Rohstoffvorkommen oder
ertragreichen Böden ein beachtliches
Konfliktpotential. Auch für die innerstaatliche
Ordnung bergen soziale Diskrepanzen innerhalb
einer Gesellschaft ein hohes Risikopotential.
Bereits heute gibt es 25 Millionen Umwelt-
flüchtlinge, wie Daten der UN belegen.
Nach Schätzungen könnte sich diese
Zahl bereits im Jahr 2010 verdoppelt haben.
Insbesondere der eklatante Mangel an sauberem
Trinkwasser ist ein immenses Problem. Viele
Experten gehen davon aus, dass diese Ressource
in Zukunft bewaffnete Konflikte schüren
wird.
Ob es zu einem Krieg kommt und
ob dieser gar weltumspannend sein wird hängt
von den politischen und gesellschaftlichen
Entwicklungen in den nächsten Monaten
und Jahren ab. Existentiell werden die Entscheidungen
in den diplomatischen Bemühungen im iranischen
und nordkoreanischen Atomprogramm sowie die
Entwicklung in Afghanistan und Pakistan sein.
Dies gilt ebenso für die Weichenstellung
zum Schutz des Klimas, der Entwicklung von
nachhaltigen und regenerativen Energieformen
und dem Abbau von Armut. Lassen sich diese
Faktoren durch ein besonnenes Verhalten entschärfen
beziehungsweise weiterentwickeln, rückt
auch ein 3. Weltkrieg in die Ferne. Gelingt
es hingegen nicht international als Staatenbund
zu handeln, sondern lediglich im Rahmen nationaler
Interessen sind Konflikte vorprogrammiert.
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